Beziehungen in Märchen
Beziehungen – Paarbeziehungen und Beziehungen zwischen Eltern und Kindern – sind so alt wie die Menschheit! Auch die Wurzeln alter Märchen und Mythen reichen weit in die Menschheitsgeschichte zurück.
In meinem Buch
“Die Kristallkugel – Märchen als Schlüssel zum wahren Selbst”
deute ich die Symbolik von 11 alten Märchen aus unserem Kulturkreis sowie des Inanna-Mythos der Sumerer.
Wie in meiner Aufstellungsarbeit geht es in Märchen um Beziehungen – zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Kindern – und ebenso darum, wie man in seine eigene Kraft kommt (und es geht auch noch um ganz viel mehr in Märchen, denn Märchen sind sehr vielschichtig)!
Märchen waren als Mären ursprünglich für Erwachsene gedacht. Ihre Weisheiten reichen bis in die alte Steinzeit zurück. Früher fungierten Märchen auch als Therapie. Märchen bilden innere Entwicklungsprozesse ab, die für die Ganzwerdung eines Menschen notwendig sind. Märchen unterstützen uns daher bei der Verbindung mit unserem unverletzbaren Wesenskern – unserem wahren Selbst.
In der Symbolik von Märchen spiegelt sich auch das kollektive Unbewußte. Dabei sprechen Märchen unter anderem Aspekte an, die vom herrschenden religiösen System nicht ausreichend abgebildet werden. In den hier versammelten Märchen und Mythen ist es vor allem das Thema Weiblichkeit in allen seinen Facetten.
Leider ist uns die Bedeutung der Märchensymbolik zum Großteil verloren gegangen. Was bedeuten zum Beispiel die drei Eichen und die Nusshecken im “Rotkäppchen”, die Zahl 7 im “Schneewittchen” oder die Dornenhecke im “Dornröschen”?
Ich entschlüssele die Symbole, so dass die Märchen und Mythen wieder als Landkarte für unsere Seele wirken können. Dafür habe ich nachgeschlagen bei der Numerologie, bei den Krafttierbedeutungen, bei den Bedeutungen von Tieren, Pflanzen und Mineralien, bei der Weisheit der Naturvölker, beim Urwissen der Frauen usw. Es fließen auch Erkenntnisse aus meiner Zeit als Beraterin zivilgesellschaftlicher Organisationen in Mosambik sowie aus meiner Praxis als Familiensystemaufstellerin mit ein.
Das Buch umfasst eine umfangreiche Deutung der Symbolik elf alter Märchen aus unserem Kulturkreis, darunter bekannte Märchen wie “Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich” und “Brüderchen und Schwesterchen” sowie weniger bekannte Märchen wie “König Lindwurm”, “Die Bienenkönigin” oder “Die Kristallkugel”.
Der zwölfte Text, dessen Entwicklungsprozesse ich analysiere und dessen Symbolik ich deute, ist der Inanna-Mythos, der älteste bekannte Mythos der Menschheitsgeschichte aus der Zeit der Matriarchate. Die Symbolik der Märchen und Mythen stelle ich auch in den Kontext der Verbindung eines Menschen mit seinem wahren Selbst, mit seinem unverletzbaren und unveräußerlichen Wesenskern, nach den Lehren der Analytischen Psychologie von C. G. Jung.
Meine Deutungen beinhalten übrigens eine sehr weibliche Sichtweise. Das Schöne ist, dass in den Märchen die Wertschätzung der weiblichen Energie die Zeiten überdauert hat!







